Herbstzeitlose
Sexgeschichte bei der Arbeit Tabus Geschichten

Herbstzeitlose

Bei meinen erotischen Geschichten ist es mir immer wichtig, die passende Stimmung mit Worten einzufangen.
Eine „gute“ Geschichte soll wie „guter“ Sex immer beides bieten: Geilheit und Atmosphäre.
Ein uraltes Thema der Erotik und des Lebens ist die Begegnung eines älteren Mannes mit einer jungen, vitalen Frau.
Hier ist nun meine Variante:
Ein alter Psychologe verliebt sich kurz vor Ende seiner Karriere in eine junge Schülerin von ihm. Obwohl er weiß, dass er mit schweren beruflichen und gesellschaftlichen Konsequenzen rechnen muss, gehen die beiden eine erotische Beziehung ein.
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Ich hatte mir das Altern anders vorgestellt. Irgendwo in meinem Unbewussten geisterten Bilder von reifen, wogendenden Getreidefeldern im Herbst, voll und schwer behangenen Apfelbäumen und der alljährlichen Weinlese in Südtirol herum.

Und die Realität?

Das schale Gefühl, vom Fluss des Lebens wie ein dürres, vom Baum gefallenes Blatt zufällig und beiläufig auf die Seite gespült worden zu sein. Dunst- und Nebelschichten aus Einsamkeit und Melancholie, die sich immer öfter über mein Bewusstsein legten und dort tagelang, wochenlang verharrten. Der brennende und verzehrende Neid auf alle jungen Menschen, denen das Leben noch offen steht, die den Schatz der ungebrauchten Zeit noch in sich tragen.

Dabei hatte alles eigentlich so gut und verheißungsvoll begonnen.
Studium der Psychologie und Ausbildung zum Psychoanalytiker. Heirat mit Karin, die gerade ihre Ausbildung zur Zahnärztin abschloss. Geburt von unserem Sohn Thomas und vier Jahre später unserer Tochter Angelika. Aufbau einer eigenen, gutgehenden Praxis in der Innenstadt. Regelmäßige Vorlesungen auf der Universität. Unser Haus lag in einer vornehmen Wohngegend. Unser Garten war so groß, dass darin locker noch ein weiteres Einfamilienhaus Platz gefunden hätte. Kurz gesagt – ein stetiges Bergauf auf der Karriereleiter. Die Sonne des Lebens schien uns jahrelang mitten ins Gesicht. Aber wie heißt es in der Bibel: „Wen Gott liebt, den stellt er auf die Probe!“

Es ging Schlag auf Schlag. Plötzlich, um die vierzig, dieses schale, bittere Gefühl, trotz allem das Wesentliche im eigenen Leben versäumt zu haben. Die immer gleiche Arbeit in der Praxis mit den immer gleichen Problemen und Sorgen fremder Leute. Karin und ich hatten sich in unserer Ehe auch auseinandergelebt und entfremdet. Wir lebten noch eine Zeit lang wortlos nebeneinander her, dann zog Karin die Reißleine. Scheidung vor zwei Jahren. Wir benahmen uns wie erwachsene Leute und brachten die Trennung so unauffällig und schmerzlos wie möglich über die Bühne. Karin erhielt den größten Teil unseres Vermögens, mir blieb auf eigenen Wunsch das leere Haus voller Erinnerungen. Thomas und Angelika gingen längst eigenen Wege. Meine Universitätskarriere war auch irgendwann im Sand stecken geblieben – so schaute die Rechnung aus.

Kurz nach der Scheidung hatte mich die Direktorin der Krankenpflegeschule gefragt, ob ich bereit wäre, Vorlesungen zum Thema: „Entwicklungspsychologie“ und „Umgang mit Kranken und Sterbenden“ zu halten. Ich war froh über die Abwechslung und sagte dankbar zu. So stand ich zwei mal in der Woche in einem Vorlesungssaal voll mit zukünftigen Krankenschwestern und Krankenpflegern. Die geballte Kraft und Energie der Jugend direkt vor meinen Augen. Es machte mir Spaß, soviel wie möglich von meinem theoretischen und praktischen Wissen weiterzugeben. Es kam, wie es kommen musste. Was machen sie, wenn sie zufällig einen Rechtsanwalt auf einer Party treffen? Richtig, sie fragen ihn um Rat, um das schwindelerregende Honorar der Rechtsanwälte zu umgehen. Was machen junge Leute, wenn ein alter, erfahrener Psychologe und The****ut Vorlesungen hält? Sie fragen in der Pause und nach den Vorlesungen um Rat zu den kleinen und großen Problemen des Alltags. Ich kam den Fragen gerne nach, irgendwo fühlte ich mich dadurch gebraucht und geehrt.

Unter den vielen Studentinnen, die meinen Rat suchten, war auch Miriam. Sie stand im ersten Jahr ihrer Ausbildung. Ich kann mich noch gut an unser erstes Zusammentreffen erinnern. Ungefähr einen Meter sechzig groß, mittellange, braune Haare, große, schwermütig dreinblickende Augen. Man sah sofort: Das Leben war zu schwer, zu viel für sie. Sie kleidete sich bieder, unauffällig. Der weite, beige Pullover schlotterte an ihrem mageren Körper.
Zögernd berichtete sie vom grausamen Scheidungskrieg ihrer Eltern, von der Schwierigkeiten in ihrer Clique, von ihren unerfüllten Träumen und Sehnsüchten. Ich ging so gut es mir möglich war, auf ihre Situation ein. Seitdem war Miriam Dauergast in meinen Pausen und treue Seele für interessante Fragen nach den Vorlesungen. Sie saß immer in der ersten Reihe ganz Rechts, schrieb eifrig mit und war immer die erste, die über meine Pointen lachte und die letzte, die die Aufmerksamkeit verlor. Mit der Zeit wusste ich alles über ihre Familie, über ihre Freunde, ja, als verschwiegener The****ut auch über ihr Liebes – und Sexualleben. Die kurzen, verschämten One-night-Stands in der Pubertät, das schale Gefühl nachher, die längeren Liebschaften und die damit verbundenen Enttäuschungen.

Das erste Ausbildungsjahr neigte sich dem Ende zu, die Ferien kamen. Ich flog nach Kanada und ging mich in den unendlichen Wäldern des Nordens suchen. Alles, was ich fand, waren Stechmücken, schlaflose Nächte voller Bitterkeit und Trauer und das Wissen, dass die Fremde nicht die Lösung für meine Probleme bot.

Das nächste Ausbildungsjahr kam und begann so, wie das alte aufgehört hatte: Zwei Mal in der Woche Vorlesungen und in den Pausen Fragen und Gespräche. Selbstverständlich war auch wieder Miriam zur Stelle: Dieselbe junge Frau, dieselben Probleme wie vor einem Jahr, wahrscheinlich auch dieselben Antworten von mir. Am Abend tingelte ich alleine durch die verschiedenen Innenstadtlokale, hungrig nach Bestätigung und Anerkennung wie ein junger Hund. Ich fand verrauchte Lokale, übervolle Szenetreffs, blasierte junge Frauen, die um den Preis ihrer Schönheit und Jugend wussten und ältere Frauen, die wie ich innerlich enttäuscht waren und froren. Das, was ich suchte, fand ich nicht.

Das letzte Ausbildungsjahr für die Klasse, in der Miriam saß, begann. Thema der Vorlesung war: „Das Ich und seine Abwehrmechanismen, unter besonderer Berücksichtigung der Theorien von Sigmund Freud“. Klingt für einen Laien vielleicht etwas trocken, ist es aber nicht. Inzwischen waren auch meine Vorlesungen auf der Krankenpflegeschule Routine, Alltag geworden. Natürlich kamen immer wieder junge Leute um Rat, aber der größte Teil von ihnen stand in den Pausen zusammen, rauchte und lachte. Sie feierten ihr Leben und scherten sich einen Teufel um mich und meine Bedürfnisse und Sehnsüchte. Wenn ich – was selten genug vorkam – mit einem öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs war und ein junges Mädchen bewundert anblickte, fühlte dieses sich nicht etwa geehrt und geschätzt, sondern eher belästigt und in der Ruhe gestört.

Ich las inzwischen an meinen stillen Abenden schwermütige Gedichte von Trakl und Lenau und ersäufte meine Trauer in manch guter Flasche französischen Rotweins.

Die ersten Dienstagvorlesungen hatten den Scherpunkt: „Verdrängen und Verschieben“. In der Pause stand eine junge Frau vor mir. Vielleicht macht das fortschreitende Alter ein wenig angreifbar, leicht berührbar, ich weiß es nicht. Der Anblick der jungen Frau nahm mir auf alle Fälle den Atem. Sie war das blühende Leben, die gestaltgewordene erotische Verheißung und Sinnlichkeit.

Pralle, große, feste Brüste wölbten ihr enges T-Shirt. Als Außenstehender stellte ich mir die Frage, wie eine Frau mit so einem gewaltigen, ausladenden Vorbau im Alltag nur das Gleichgewicht halten konnte. Ihr bezauberndes, natürliches Lachen ging direkt zu Herzen. Duftige, frisch gewaschene Haare umschmeichelten ein von innen heraus strahlendes, wunderschönes Gesicht.

„Herr Doktor, ich habe eine Frage!“

Die Stimme kam mir bekannt, vertraut vor.
Ihre Augen strahlten mich an.
Jetzt erst erkannte ich sie.
Es war Miriam, das hässliche, graue Entlein aus den ersten beiden Ausbildungsjahren. Was hatte die Natur nur mit ihr während den Sommerferien gemacht. Es war, als ob eine andere, mir völlig fremde Frau gegenüberstand. Ich hatte nicht einmal die Frage verstanden, die sie formuliert hatte. Die Glocke, die das Ende der Pause ankündigte, rettete mich vor dem peinlichen Schweigen. Die nächste Stunde der Vorlesung war für mich und sicher auch für meine Zuhörerschaft eine einzige Qual, ein Hürdenlauf der Peinlichkeiten.

Ich war bekannt für meinen lebendigen, witzigen, abwechslungsreichen Vortrag. Jetzt stand ich vor der Klasse wie ein verstörter, stotternder und stammelnder Junglehrer. Ich konnte einfach nicht mehr meine Blicke von Miriam wenden, von ihrem Gesicht, ihren prallen Brüsten, ihrem Lachen, ihrer Figur. Mühsam brachte ich die Vorlesung über die Runden. Wieder rettete mich die Schulglocke. Meine Zughörerinnen und Zuhörer packten ihre Sachen zusammen und strebten dem Ausgang zu. Vor mir stand wieder Miriam. „Herr Doktor, sie haben meine Frage noch nicht beantwortet!“

Als Psychoanalytiker gilt ein eisernes Berufsgesetzt: Keinerlei erotische und sexuelle Kontakte mit den Klientinnen. Ich war inzwischen über 20 Jahre hauptberuflicher Psychologe und hatte dieses Gesetz noch nie gebrochen. Sicher gab es manchmal Situationen, in denen man seine Klientinnen heimlich anschaute und sich für Augenblicke vorstellte, wie es wohl mit ihnen im Bett wäre. Doch dies geschah nicht sehr häufig und wenn, nur für kurze Augenblicke. Dann hatte ich meine Fassung wieder und führte die Therapiestunde locker und souverän zu Ende. Jetzt stand Miriam vor mir und ich wusste, was ich wollte. Ich wollte sie haben, im Bett haben, an meiner Seite haben, nackt haben, in allen Lebenslage haben. Ich wusste, das dies schon rein altersmäßig nicht passte, einen Altersunterschied von über 30 Jahren steckt man nicht so einfach weg.

Die junge Frau vor mir war jünger als meine eigene Tochter. Gleichzeitig schrie auch eine andere Stimme in meinem Inneren Alarm. Miriam war zwar nie in meine Praxis gewesen, hatte nie eine Therapiestunde bezahlt, aber was waren denn unsere Gespräche nach den Vorlesungen was anderes als psychologische Beratungsgespräche? Und genau für diese galt die Regel der Enthaltsamkeit vor jedem erotischen Kontakt. Berufsethos hin, Berufsethos her, ich musste zu ihr hin, in ihrer Nähe sein, ihr blühendes Leben genießen.

Ich hörte mir selber zu, wie ich sagte: „Ich kann ihre Frage auf der Stelle nicht so einfach beantworten, haben sie Zeit und Lust, mit mir ins Cafe zu gehen?“

Jetzt kam die Stunde der Wahrheit. Sie musste spüren und fühlen, dass da mehr dahinter war, als mein pädagogischer Wunsch, ihre Frage umfassend zu beantworten. Wahrscheinlich war sie schon längstens in einer fixen Verbindung, ihr Freund wartete vielleicht gar schon am Haupteingang, während drinnen ein alter, einsamer Lehrer versuchte, das Leben noch einmal mit beiden Händen zu fassen.

Miriam strahlte mich an: „Gerne!“

Ich hatte mein Auto in der Tiefgarage geparkt. Ich wollte nicht vor den Augen aller Studenten und Kollegen mit Miriam den langen Weg zu meinem PKW gehen.

„Fein, treffen wir uns an der Ecke Maximilianstraße, ich gehe nur schnell mein Auto holen!“

Miriam packte ihren Rucksack, verstaute darin ihre Kollegmappe und den Schreibstift und mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen war sie weg. Wie betäubt ging ich den Weg zur Tiefgarage. Jetzt hatte ich noch die Möglichkeit, zu reagieren. Ich wusste, dass mir nicht mehr viel Zeit blieb. Ich war so besessen von der jungen Frau, von ihrem Körper, von ihrer Gegenwart, dass nur noch eiserne Selbstdisziplin Schlimmeres verhindern konnte. Der Kopf schrie „Alarm“, doch die Sehnsucht wies mir den Weg.

Wie in Trance fand ich meinen Wagen, drehte den Startschlüssel. Seidenweich startete der Motor und das Auto glitt über eine steile Rampe aus der Dunkelheit und Enge der Tiefgarage in die Weite und Helligkeit eines strahlenden Herbsttages. Draußen pulste das Leben. Die Straßen waren wie üblich verstopft, auf den Gehsteigen hasteten die Leute. Vorn an der Ecke stand Miriam und hielt Ausschau nach mir und meinem Wagen. Ich alter Narr hatte vergessen ihr zu sagen, was für eine Auto ich überhaupt fuhr. Direkt vor ihr blieb ich stehen. Sie blickte ins Auto, vergewisserte sich, wer da vor ihr stehen blieb und ließ sich erleichtert auf den Sitz neben mir fallen. Mit einem leisen „Blobb“ schloss die Türe. Ich blickte zurück in den Rückspiegel und reihte mich wieder in den fließenden Verkehr ein.

Die Schule für Krankenpflege lag im Zentrum der Stadt – umgeben von Cafehäusern und Restaurants. Ich wollte aber nicht, das uns irgendein lieber Kollege oder Student sah. Deshalb steuerte ich den Wagen auf die Außenringautobahn, hinaus aus der Stadt. Draußen, in den Vororten, wusste ich ein kleines Restaurant, wo wir ungestört sein würden. Jetzt galt es, den Raum zwischen uns zu füllen, keine peinliche Stille aufkommen zu lassen. Ich erzählte Miriam von meinem Sommerurlaub in Schweden, wo ich alleine im Kanu zwei Wochen die Seenlandschaft erobert hatte. Draußen glitt die Landschaft vorbei. Ich genoss Miriams Gegenwart. Ihr Minirock war ein Stück hochgerutscht, ich konnte viel zu viel von ihren straffen, jungen Schenkeln sehen. Das warme Licht der Herbstsonne legte sich wie eine goldene Decke ins Auto, hüllte alles ein, wärmte alles auf.

Wenige Autos standen auf dem Parkplatz des kleinen Restaurants. Stolz wie ein Platzhirsch betrat ich in Miriams Begleitung den Speisesaal. Wir quatschten über Gott und die Welt. Von der Psychologie kamen wir auf ihre Hobbies und von ihren Hobbies landeten wir bei ihrem Sommerurlaub. Hellwach und misstrauisch verfolgte ich jedes ihrer Worte. Jeden Augenblick erwartete ich, dass die Rede wie selbstverständlich auf ihren Freund kam, auf den Mann, der ihr was bedeutete, dem sie ihre Liebe und Aufmerksamkeit schenkte. Nichts dergleichen geschah. Der Nachmittag neigte sich dem Ende zu. Ich wollte sie nicht gehen lassen, nicht jetzt, nicht heute, nie mehr.

„Es war für mich so ein schöner Nachmittag. Ich mag ihn jetzt nicht einfach so aufhören. Gehen wir noch etwas zu mir trinken?“

Jetzt sah ich für kurze Augenblicke ein wissendes Aufflackern in ihren Augen. Da war nicht mehr der erfahrene Lehrer mit seiner wissbegierigen Schülerin am Tisch saß. Da war auf einmal der erwachsene Mann mit einer jungen Frau, der dämmerte, worauf die ganze Geschichte vielleicht hinauslaufen würde.

Meine Seele wappnete sich vor der drohenden Enttäuschung. Ich wusste schon die vielen, beliebten Ausreden.

„Gerne, nur heute habe ich leider schon etwas vor!“ oder „Ich muss noch dringend etwas einkaufen, um 19 Uhr schließen ja die Geschäfte!“

Nichts dergleichen geschah. Miriam schaute mich an und ihre Augen verharrten ein paar kurze Augenblicke lang prüfend auf meinem Gesicht.

„Gerne, ich muss aber noch vorher kurz bei einem Geschäft vorbei, sonst stehe ich vor verschlossenen Türen!“

Gemeinsam suchten wir auf der Rückfahrt einen Lebensmittelmarkt. Was sonst bei mir im Alltag lästige Verpflichtung, Alltagsroutine ist, wurde mit ihr zur lustvollen, erotischen Angelegenheit. Ich genoss einfach alles. Den Eingang des Geschäfts, die grellen Neonlampen, die späten Kunden, von denen uns manche verstohlen musterten. Wir suchten uns lachend einen passenden Wein aus und entschieden uns für einen leichten Italiener. Dazu kamen Käse, Schinken und ein frisch duftendes Fladenbrot. Mit dem Duft des Brotes im Auto fuhren wir in der Dämmerung unter dem Schein der Straßenlaternen zu mir nach Hause.

Sowohl Miriam wie auch ich waren leise geworden. Nichts war zu vernehmen außer dem leisen Singen der Reifen auf dem Asphalt und dem Surren des Motors. Jeder von uns wusste oder phantasierte, was ihn erwarten würde. Mir war klar. Ich hatte nicht mehr viel Zeit und Möglichkeiten, den Zug, der immer schneller den Abhang hinunterrollte, aufzuhalten. Ich war im Begriffe, eine Schülerin von mir sexuell zu verführen. Ganz gleich wie alt die junge Dame auch war, Schülerin blieb Schülerin. Ich sah schon die Schlagzeilen der Ortsblätter: Angesehener The****ut missbraucht Abhängigkeitsverhältnis!

Jetzt war noch Gelegenheit, den ganzen Prozess zu stoppen, aufzuhalten. Ich konnte einen wichtigen Termin vortäuschen, eine dringende Krisenintervention. Ich würde Miriam zu ihr heimbringen, und morgen sah die Welt vielleicht schon wieder ganz anders aus: abgekühlter, normaler, gefasster.

Obwohl ich alle Argumente Für und Wider im Kopf hatte, unternahm ich nichts. Ich konnte mir selber bei meiner Untätigkeit zuschauen. Mit jeder Sekunde näherte ich mich mehr meiner Wohnung, blieb weniger Spielraum. Was wohl in Miriam in diesen Augenblicken vorging?

Ich parkte das Auto direkt vor der Eingangstür. Wir holten die Einkaufstasche aus dem Auto und ich sperrte auf. Heute am Morgen hatte ich das Haus als alleinstehender, geschiedener, einsamer Psychologe verlassen. Als verliebter, balzender und blinder Gockel kehrte ich zurück. Wenn ich gewusst hätte, wen ich da am Abend heimbringen würde, hätte ich etwas aufgeräumt. Miriam ließ mit keinen Regung erkenne, dass sie das „kreative Chaos“ störte.

Wir brachten die Lebensmittel in die Küche. Während ich die Gläser und den Weinöffner holte, betrat Miriam das Wohnzimmer. Das Wohnzimmer ist mein Lieblingsaufenthaltsraum. Jede freie Stelle an den Wänden ist mit Bücherstellagen voll gestellt. Nach vorne ist alles frei, offen. Eine riesige Glasveranda trennt den Raum von der mit schwarzen Steinplatten gepflasterten Terrasse. Miriam stand vor den großen Glasflächen und blickte nach außen.

Das Haus liegt auf einer kleinen Anhöhe. Unter uns lagen die Lichter der Stadt. Ich trat leise hinter sie und legte meine Arme behutsam um ihren Körper. Sanft legte sie den Kopf an meine Schulter. Ich drehte mich zu ihr, nahm ihr Gesicht in beide Hände und küsste sie auf den Mund. Miriam ist gut einen Kopf kleiner als ich. Sie stellte sich auf ihre Zehenspitzen und erwiderte meinen Kuss voller Hingabe. Verlangend fuhren meine Hände zu ihren prallen Brüsten und umfassten die vollendete Fülle. Ich hatte mein ganzes Leben lang noch sie so straffe und dabei so große Brüste in den Händen. Gierig stieß meine Zunge in ihren geöffneten Mund. Wir verloren das Gleichgewicht und kippten einander umarmend auf den weichen, mit einem Wollteppich bedeckten Boden. Ich wälzte mich auf sie. Bereitwillig öffnete sich ihre Schenkel. Hungrig und gierig berührten sich unsere aufgeheizten Becken.
Ich schob ihren Mini über ihr Becken und zog ihr den Slip mit der Strumpfhose von den Beinen. Hastig entledigte ich meiner Hose. Ich legte mich wieder zwischen ihre Beine und setzte mein Glied an ihre haarige Öffnung. Sie war nass und nahm mich leicht auf. Langsam und behutsam glitt ich in sie.

Da ich von ihr wußte, dass sie schon mehrere Lover gehabt hatte, war ich überrascht, wie eng sie war. Es war ein unendlicher Genus, wie eine hungrige Schlange in ihre Wärme und Erregung zu gleiten. Ich kam mir vor wie ein Auswanderer, der nach jahrzehntelanger Abwesenheit endlich wieder nach Hause kommt. Alles war da, alles passte, alles war ein Genus. Ich schob ihr das T-Shirt über die Brüste. Eingehüllt in einen starken BH lagen ihre vollen Kugeln unter mir. Ohne ein Wort miteinander zu sprechen, stimmten wir unseren Rhythmus der Erregung aufeinander ein. In fließenden, gleitenden Bewegungen nahm ich sie, und ihr Becken kam mir willig und offen entgegen. Da ich wusste, dass ich seit Jahren sterilisiert war, war Verhütung kein Thema. Insgeheim wunderte es mich, dass Miriam, die das nicht wissen konnte, mich ohne allen Schutz in sie gleiten ließ. Wenn sie fruchtbar war, und ich nicht so blöd gewesen wäre, mir die Samenleiter unterbinden zu lassen, dann könnten wir genau in diesem Augenblick das Kind unseres Hungers und unseres Begehrens zeugen.

Immer heftiger, immer gieriger wurden meine Stöße. Meine Hände massierten ihre Brüste, mein Becken bohrte sich in ihren weichen und warmen Leib. Miriam hielt ihre Beine weit gespreizt in die Höhe. Aus den Augenwinkeln heraus sah ich ihre festen, straffen Schenkel. Ich spürte, wie mich die Lust mit sich riss. Ich trieb wie ein gefällter Stamm auf dem reißenden Strom der Hingabe und des Begehrens. Längst hatte ich alle Kontrolle über mich verloren. Ich war nur mehr Lust und Hingabe an die wundervolle junge Frau unter mir. Alles wollte ich ihr schenken, alles. All mein Gefühl, all mein Wissen, meine Erfahrung, mein Vermögen, meine Liebe, mein Leben, alles…

Rote Flecken breiteten sich auf ihrem Gesicht, ihrem Hals, ihrem Oberkörper aus, wie ein Ausschlag der Liebe. Was für eine Frau, was für eine Sinnlichkeit. Ich glitt aus ihr hinaus und drehte sie auf allen Viere. Ich wollte ihre riesigen Brüste schwingen sehen, während ich in ihr kam. Ich bestieg sie von hinten wie ein aufgegeilter Stier die ihm zugeführte Kuh. Ihr Geschlecht war bereit und nahm mich geschmeidig auf. Tief glitt ich in sie, bis ich ihren Muttermund berührte. Gierig umfassten meine Hände ihre gewaltigen Zitzen und konnten doch nur einen kleinen Teil von ihnen in die Hand nehmen. Immer heftiger, immer leidenschaftlicher wurde unser Liebespiel. Direkt vor meinen Augen war ihr kleiner, vollendeter Po. Ich hielt mich mit beiden Händen an ihren Pobacken fest und rammelte in sie. Mit einem Mal hatte ich das Gefühl, jemand leitet Starkstrom in mein Rückenmark ein. Ein nie geahnte, nie gespürte Woge der Lust packte mich und riss mich fort. Wie durch einen dichten Nebel hindurch sah ich mich mit Miriam verkehren. Wir beide waren zusammengewachsen wie die lebensgroße Figur eines Bildhauers, der sich zur Aufgabe gemacht hatte, Hingabe und Geilheit Gestalt werden zu lassen. Es gabt nicht mehr mich, es gab nicht mehr sie, es gab nur noch uns. Der Raum um uns herum bröckelte ab, die Zeit versank gurgelnd im Strudel der Lust. Wir waren nur noch Fleisch, Begehren, Sexualität.

Der Geruch ihrer aufgeheizten Haut hüllte mich ein, der Duft ihrer Möse, ihrer Schenkel, ihrer Achselhöhlen benebelte mich und trug mich fort auf dem Teppich der gemeinsamen Sinnlichkeit. Aus den Urtiefen der Erde spürte ich die Quellen der Lust aufbrechen. Heißer, kochender Samen stieg in mir auf und jagte die Samenleiter entlang. Aufschreiend ergoss ich mich in sie. Im selben Augenblick wurde auch Miriam von den Wogen ihres Höhepunktes mitgerissen. Eng umschlungen, ineinander verwoben, taumelten wir uns überschlagend und drehend im schwarzen All des nie endenden Augenblicks……..

Irgendwann in der Nacht wachte ich auf. Wahrscheinlich war mir kalt geworden. Wir lagen immer noch nebeneinander auf dem weichen Wollteppich. Miriam schlief fest und ruhig. Ich hätte sie in ihrer Nacktheit und Vollendung stundenlang anstarren können. Leise erhob ich mich und holte mir aus dem Schlafzimmer zwei Decken. Behutsam deckte ich Miriam zu.

Wie würde es morgen weitergehen?

Ich hatte eine unsichtbare Grenze überschritten, nichts würde mehr so sein, wie es einmal war. Ich wusste, dass alle maßgebenden Stellen mein Verhalten missbilligen würden. Die Ethikkommission der Analytiker, die Gewerkschaft der Pädagogen, die Ortsbevölkerung, das Lehrerkollegium der Krankenpflegerschule, sie alle.

Und wie wird Miriam reagieren, wenn sie aufwacht?

Morgen wahrscheinlich nahe, vertraut, zärtlich. Aber was wird in fünf, sechs Jahren sein? Wird sie mein Verhalten immer noch als echten Ausdruck meiner Liebe, meines Begehrens deuten, oder ist es dann für sie nichts mehr weiter wie das schamlose Ausnutzen eines Autoritäts- und Abhängigkeitsverhältnisses?

Ich wusste es nicht, wollte es auch gar nicht wissen. Das Schicksal hatte mir noch einmal die Begegnung mit dem Leben selbst geschenkt. Ich war unendlich dankbar für diese unverdiente Gabe. Ich würde sie annehmen, tragen, solange mir Zeit dafür gewährt würde.
Früher, als ich jung war, hatte ich in Ewigkeiten gerechnet. Jetzt, mit fünfzig, war jeder Augenblick ein Geschenk des Lebens.

Ich kuschelte mich zu Miriam unter die Decke. Im Schlaf presste sie ihren warmen, nackten Körper vertrauensvoll zu mir. Ich nahm sie in den Arm und schlief ein.

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