Die Staatsanwältin - Teil 5
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Die Staatsanwältin – Teil 5

Netzfund
Claudia verweilte für einige Minuten in der Ecke und beobachtete den Penner, wie er sich ungelenk entfernte. Die Augenbinde, die ihr eigentlich die Sicht hätte rauben sollen, hatte sich im Zuge des Gefechts gegen Ende soweit in Falten gelegt gehabt, dass sie an der rechten, unteren Hälfte des Stoffes etwas erkennen konnte.

Diese Tatsache blieb unbemerkt, doch der Stich ins Herz, den ihr der Anblick ihrer Sekretärin beim hinaustreten beschert hatte, dauerte noch an. Sie fühlte sich erniedrigt, verraten und auf eine Weise beschämt, die andere Menschen für immer zerstört hätte.
Doch sie war auch in dieser Weise anders. Sie war über die Jahre als harte Arbeiterin ihrer Karriere stark geworden. Und wenn sie sich auch in einer kurzen, schmerzlichen Schwäche dem Penner ergeben hatte, so fühlte sie sich dennoch als jemand, die sich die Zügel nicht aus der Hand nehmen ließ.
Für heute aber war sie bedient. Die in der nunmehr eingekehrten Abkühlungsphase eingetretene Gänsehaut, die ihr über den Körper lief als wäre ihr ein Kübel mit Eiswürfel übergossen worden, ließ sie nicht nur erschaudern, sondern erzeugte ein unangenehmes Würgefühl. Wäre sie in diesem Augenblick nicht rasch aufgestanden und hätte sie nicht tief eingeatmet, so hätte sie sich hier und jetzt übergeben.
Für eine Weile stand sie zitternd und gedankenverloren da, bis sie endlich die Augenbinde endgültig abnahm und sich zusammenrichtete. Benommen suchte sie schließlich das Weite und ließ den Ort als etwas zurück, an das sie nie wieder zu denken gedachte.
***
Am nächsten Tag hatte sie viel zu tun. Sie berichtete dem Inspektor die neue Lage, sie zählten eins und eins zusammen und sie zogen Marion aus dem Verkehr. Sie schien nur eine unbedeutende, gierige Schnüfflerin gewesen zu sein, deren Verschwinden auch für die russische Mafia keine Bedeutung haben dürfte. Warum sie sich aber an ihr verging, konnte sie nur ahnen. Jedenfalls wurde dieses Thema mit der notwendigen Professionalität besprochen und schließlich abgehakt. Die Blicke des Inspektors hielt Claudia stand, was er darüber dachte war ihr nicht wichtig, wichtig war nur Sebastian.
Danach klärten sie nochmals die Lage und versuchten einen Gesamtüberblick zu erarbeiten. Sabine Berger war noch immer eine Schachfigur, die für die Staatsanwältin undurchsichtig blieb. Doch der Inspektor hielt sich nach wie vor bedeckt und deutete nur an, dass sie möglicherweise auf der Gehaltsliste etwaiger Konkurrenten stehen könnte und sie deshalb Olga Todorov hinter verschlossenen Türen halten sollte.
Dies war auf der einen Seite einleuchtend, auf der anderen Seite wusste Claudia dadurch noch immer nicht, warum die Polizei Berger gewähren ließ.
Sie beließ es dabei und drang nicht tiefer in den Inspektor ein, da die Freilassung ihres Sohnes Vorrang haben musste.

Durch einige Telefonate mit wichtigen Beamten und mit der zuständigen Richterin gelang es ihr schließlich, dass ein neuer, kurzfristiger Haftprüfungstermin anberaumt wurde und dass die Einschätzungen einer Sabine Berger keine Rolle mehr spielen sollten. Am Abend bekam sie dann die Nachricht, dass Olga Todorov das Gefängnis verlassen hatte und gegen Auflagen freigelassen wurde.
Sie informierte den Inspektor, der ihr zwar gratulierte, aber dennoch skeptisch blieb. „Aber noch ist ihr Sohn nicht frei.“

„Ich werde mich bei Dimitri melden und dann…“

„Versuchen sie ihn nicht zu provozieren, sie wissen zu was diese Burschen fähig sind.“

„Die Leitung ist präpariert?“

„Wie besprochen.“

„Gut, wünschen sie mir Glück.“

„Viel Glück, Frau Dr. Streit.“
Sie legte auf, als es bereits klingelte.

„Dobryy vecher, das sie haben sehr gut gemacht. Danke für Sache mit Mutter.“

„Wir hatten etwas vereinbart.“

„Da“, antwortete Dimitri auf Russisch, „und ich werde Sohn morgen schicken.“

„Ich will ihn sofort…“

„Zunächst meine Mutter wird bei Ihnen bedanken. Sie sehr froh über Freilassung, aber sie wird selbst sagen.“

Dann klickte es in der Leitung und er hatte aufgelegt.
„Verflixt“, fluchte Claudia und war unzufrieden. Dennoch gestand sie sich ein, dass sie für heute unendlich viel erreicht hatte, was heute Morgen noch nicht so vielversprechend ausgesehen hatte.

Sie lehnte sich mit einem Seufzer zurück und informierte schließlich in knappen Worten den Inspektor. „Hoffen wir also auf morgen.“

Sie schlossen das Gespräch und verabredeten, dass sie sich sofort melden sollte, wenn sich etwas tat. Claudia atmete tief durch und schloss für einen Moment die Augen. „Hoffentlich wird alles gutgehen.“

Sie erhob sich von ihrem Schreibtisch in der Absicht nach Hause zu fahren, als es abermals läutete.
„Ja“, am anderen Ende knackte es.

„Gute Abend Frau Anwalt, Todorov wie sie sich denken können.“

Claudia stockte kurz, sprach aber ohne sich etwas anmerken zu lassen weiter. „Guten Abend, sie wünschen?“

„Ich Frau mit Manieren, verstehen? Ich mich bedanken werden bei ihnen in aller Form.“

„Sie wissen warum ich das getan habe?“ Sofort biss sich die Staatsanwältin auf die Lippen. Das hätte sie vielleicht nicht fragen sollen.

Sie hörte ein leises lachen.

„Naturlich ich wissen. Trotzdem ich bedanken wollen. Sie kommen morgen in Freundschaft zu mir. Mittag.“ Sie nannte eine Adresse.

„Ist das wirklich nötig, ich…“

Doch Claudia sprach nur mehr in das Tuten einer leeren Leitung. Das zum Thema Manieren.

„Auch das noch“, flüsterte sie ungehalten.
***
In dem vornehmen Zimmer strahlte die hochstehende Mittagssonne durch die ausladenden Fenster herein und wärmte es behaglich auf. Beide Frauen hatten an einem teuer aussehenden Ecksofa Platz genommen und zwei Tassen Tee vor sich stehen. Olga Todorov hatte sich als eine hünenhafte Frau erwiesen, die durch schwarze, zurückgekämmten Haare und einer Ringerfigur bei Claudia den Eindruck eines sibirischen Braunbären hinterließ.
Die Russin hatte sich selbstbewusst in ein enges, hellbraunes Strickkleid hineingezwängt und sich mich unendlich viel Gold an Händen und Hals ausstaffiert. Ihr starkes Makeup machte sie älter als sie war, denn die Staatsanwältin wusste aus den Akten, dass sie in Wahrheit 58 Jahre alt war, auch wenn sie jetzt wie Mitte 60 auf sie wirkte.
Die schönen, wohl ebenfalls teuren Zähne blitzten der Staatsanwältin weiß und gepflegt entgegen.

„Schön, dass sie das Einrichten konnten.“

Claudia nickte so freundlich sie nur konnte.

„Ich viel von ihnen gehört und gesehen.“ Sie nippte an ihrem Tee, wobei der dick aufgetragene Lippenstift etwas am Rand haften blieb.

Ihr Gast sah sie mit großen Augen an und rutschte unruhig hin und her.
„Ach ja?“ antwortete sie.

„Naturlich, sie vergnügen mit Mitarbeiter von Sohn, sie verkehren mit Polizistin, mit Sekretärin… ich alles auf Fotos gesehen, sie wirklich leidenschaftliche Frau. Sie sehr schön, in Natura viel schöner als auf Foto.“

Sie lächelte so unbedarft, als ob sie ihr gerade erzählt hätte, wie nett sie ihre Schuhe fand.
Claudia errötete in allen Farben. Ihre Fehltritte hier von der Russin angedeutet zu bekommen war nicht nur überraschend, sondern auch höchst unangebracht. Doch ein anderer Umstand machte ihr noch viel mehr zu schaffen.

„Fotos?“ fragte sie krächzend.
„Ja, ja, Fotos“, Sohn immer auf Zack. „Auf Zack in Deutsch, ja?“

Sie lächelte und blickte ihr Gegenüber an, als ob sie kein Wässerchen trüben konnte.

Dann beugte sie sich hinab und nahm unter dem Sofa ein großes Kuvert hervor, dass sie fröhlich auf den Glastisch warf und öffnete. Unzählige Fotos purzelten heraus, Fotos, die dem Gast auf unerträgliche Weise kompromittierte.
„Wenn sie Sebastian wieder haben, sie vergessen die Gefälligkeit mit Entlassung, ja?“

Jetzt war klar, wozu die Fotos dienten. Eine Rückversicherung war in diesen Kreisen lebensnotwendig.

Claudia nickte hektisch. Ihre Augen tasteten die oben liegenden Fotos ab und erblickten ungeheuerliches. „Mein Gott, “ dachte sie, „wenn das an die Öffentlichkeit gelangen sollte, bin ich erledigt.“
Olga lächelte noch immer. „Sie nicht werden müssen rot. Sie sind wie Vulkan, wie Frau mit Feuer, zügellos, ja?“

Irritiert blickte die Angesprochene hoch. Ihre Pupillen waren endgültig vor Scham und Schreck geweitet.

„Ich sehen, wir verstehen einander. Sie möchten dass ich Alexej rufe? Er großen Schwanz und mächtig Ausdauer. Ich lade sie ein, sie müssen nicht bezahlen, er das machen für sie umsonst, sie verstehen. Als Dankeschön, ja?“
Was in aller Welt? Verstört hob die Staatsanwältin ihre Hand und winkte ab. Was für ein geschmackloses Angebot. Im Normalfall hätte sie sich längst erhoben und wäre aus dem Haus geflohen, doch sie riss sich mit aller Härte zusammen und versuchte an ihren Sohn zu denken.
„Verstehen, ich nur lernen. Sie möchten Fotze von Frau mit Zunge lecken?“
„Nein, nein, bitte, geben sie mir einfach meinen Sohn zurück und wir vergessen alles andere, sie haben mein Wort.“
In den Augen der Russin veränderte sich etwas.

„Naturlich, naturlich, ich wissen, aber sie verstehen das ich war ein halbes Jahr in Gefängnis, mein Mann auch nicht da, niemand, aber sie sind da, sie schön, sie verstehen?“
Im Körper der Anwältin rumorte es. Fieberhaft suchte sich nach einem Ausweg aus der immer unerträglich zu werdenden Situation.

„Warum nehmen sie nicht einfach Alexej und…“
„Kleines Miststück“, plötzlich war die zuvor noch so freundliche Russin unglaublich wütend. „Sie glauben ich betrüge meinen Michael mit anderen Mann?“ Sie machte eine wegwerfende Bewegung mit der Hand und zeigte unvermittelt mit dem Zeigefinger auf Claudia.

„Ich freundlich mit ihnen und sie sagen ich bin Hure?“

Das war befremdlich.
Claudia wusste nicht mehr weiter. Auf keinen Fall durfte sie die Frau weiter reizen, auch wenn sie die Logik dieser Person nicht verstand.

„Ich bitte um Verzeihung, es stand niemals in meiner Absicht derartiges zum Ausdruck zu bringen. Bitte beruhigen wir uns wieder, ich dachte nur, weil sie mir…“

„Sie nicht verheiratet, ja?“

„Ja“, stimmte Claudia zu.

„Ich treu, immer, nicht mein Mann, naja, “ die Russin lächelte versöhnlich. „Männer sind manchmal wie Tiere, aber ich einsam geworden, ohne Michael, ohne…“ Sie verstummte für einen kurzen Augenblick und blickte versonnen zu Boden.
Dann erhob sie sich plötzlich, sie schritt zur Türe, schrie etwas auf Russisch und wartete. Wenig später waren Schritte zu hören, die immer näher kamen und bei der Tür wieder verklangen.

„Komm herein, Schlampe, du ja wissen was ich hier habe.“
Der massige Körper der Russin trat zur Seite und Sabine Berger wurde für die Staatsanwältin sichtbar. Das Erstaunen stand Claudia ins Gesicht geschrieben, doch die Zeit, diese Überraschung zu verdauen, hatte sie nicht.

Der siebirische Bär packte die Polizistin und schob sie in das Zimmer hinein. Das Gesicht der Frau war von einigen Schlägen ziemlich verunstaltet worden. Ein Auge war leicht geschwollen und an der Unterlippe gab es deutliche Spuren einer männlichen Handschrift zu sehen.
„Da wir haben die Verräterin.“
Der russische Bär, bestimmt gleich groß wie die Beamtin, stand nun hinter ihr. „Setz dich auf das Sofa – da.“

Die Kriminalistin, eigentlich grobschlächtig und mit hartem Gesichtsausdruck ausgestattet, wirkte heute etwas eingeschüchtert und verängstigt. Sie trug einen Jeansrock, der an ihre stämmigen Oberschenkel eng anlag und ein grob gewobenes Männerhemd, das durchaus zu ihren maskulinen Gesichtszügen passte.

Als sie die Fotos auf dem Tisch bemerkte, verzogen sich ihre Mundwinkel zu einem zynischen grinsen. Ihre Augen hoben sich und sie starrte die Staatsanwältin gehässig an. Ihr war nun egal, ob ihre Tarnung aufgeflogen war oder nicht, denn die Staatsanwältin würde ihr nichts anhaben können, dass wusste sie.
Während sich Olga wieder setzte, versuchte sie der Staatsanwältin etwas zu erklären. „Sehen Frau Doktor, diese Schlampe da war Spionin bei uns und bei anderer Familie. Verstehen? Wir mussten sie fragen und sie bestrafen, aber immer gut wenn sie jemanden haben bei Polizei, gut für Geschäft, ja?“

Claudia versuchte zu verstehen. Sie nickte, auch wenn sie das alles nicht weiter berührte. Heute ging es um ihren Sohn, und um nichts weiter.
„Wir uns einig geworden. Wir machen Deal. Sie sagen alles was für uns ganz wichtig, dann sie darf schöne Staatsanwältin vor Übergabe von Sebastian ficken, guter Deal, ja?“

„Wie?“ Entsetzt fuhr das Gesicht der Anwältin zur Polizistin, die mit einem breiten Grinsen dasaß und sich in ihrem Sofasessel wie eine Made suhlte.
„Richtig gehört“, posaunte sie stolz hinaus. „Ich habe alles ausgeplaudert und niemand wird mir was beweisen können. Die da brauchen mich und ich werde in Zukunft brav sein“, langsam fuhr sie sich mit ihren Fingern an das geschundene Auge und machte ein schmerzverzerrtes Gesicht.
„Dafür werden wir jetzt der Zarin einen guten Fick zeigen, den sie nicht so schnell vergessen wird.“

Währenddessen sie die Worte sagte, glitten ihre Schenkel auseinander, bis sie der Jeansrock stoppte.

„Frau Staatsanwältin wird dabei mitspielen. Sie will ja ihren ach so lieben Sohn wiedersehen.“ Sie lachte. „Und wenn du deinen Sohn wieder in Armen hältst, wirst du weiterhin das Maul halten, verstanden? Denn was einmal mit ihm passiert ist, kann auch ein weiteres Mal passieren, verstehst du das?“
Die Russin hatte aufmerksam zugehört und schürzte etwas verlegen ihre Lippen.

„Prinaschú izwinʲénija za niudópßtwa, bitten um Entschuldigung, aber Polizistin verlangen das. Und ich erklären, warum ich Zustimmung gegeben, ich einsam, mein Mann ist weit, ich Beide zusehen, ich beobachten und haben Freude mit Körper, ja?“
Das Zimmer wurde kleiner und kleiner. Im Inneren der Generalstaatsanwältin dröhnten die Worte wie laute Trommeln, die ganz nahe bei ihr im Takt hämmerten. Sie erblasste wie eine Wasserleiche die bereits für eine Woche im kalten Wasser gelegen hatte und starrte die beiden Frauen abwechselnd an. In was für einen Alptraum war sie nur gefangen.
Den Anfang machte die Beamtin, die aufstand, ihren Rock zurecht zupfte und sich provokant neben der Zarin hinsetzte. „Wie lange waren sie noch gleich im Knast?“

„Das du wissen genau, Schlampe.“

Mit einem süffisanten Lächeln näherte sich das Gesicht der Polizistin der Zarin an und stoppte erst, als sich ihre Lippen beinahe berührten. Dort verharrte sie für einen kurze Zeit. Dann wechselte sie zum vertraulichen „Du“, denn sie spürte, dass sie heute eine Gewinnerin sein konnte. „Willst du mich küssen Alte?“

Olgas Busen begann im Kleid zu wogen, was durch die deutlich schwerere Atmung hervorgerufen wurde. Sie sagte nichts, doch es war ihr anzusehen, wie sehr sie darunter litt seit längerem keine körperliche Nähe verspürt zu haben.

„Ja, das würdest du gern, nicht wahr. Am besten wir ändern meinen verdammten Plan, ich hätte da vielleicht auch schon eine Idee.“
Die Polizistin machte kehrt und brachte wieder Distanz zwischen ihren Gesichtern. Sie lächelte schamlos.

Dann strichen ihre Finger über ihren Rock. Sie drehte ihren Oberkörper gleichzeitig etwas zur Seite und bog ihn durch, so dass ihre handgroßen Brüste gegen den inneren Stoff des Hemds drückten und sich nach außen wölbten.

Sie sog die gierigen Blicke der Zarin regelrecht in sich hinein und stand langsam auf, trat zwei Schritte nach vorne und setzte sich an die Seite der Staatsanwältin, die beide Frauen ängstlich beobachtet und zum Atmen vergessen hatte.

Dort angekommen wiederholte sie das Spielchen.

Ihre Lippen kamen dem Gesicht der Doktorin nahe, doch die wich augenblicklich zurück und versuchte zu entrinnen.

Die Antwort war ein schmutziges lachen, das nur von jemanden kommen konnte, dem jeder Anstand, jedes Benehmen abhandengekommen war. Sie blickte zur Zarin.
„Befiel es ihr.“
Die Zarin verstand. Sie versuchte Ernst in ihre Stimme zu legen. „Denken sie an Sohn. Denken sie an ihn und nicht mehr an sich. Sohn ist wichtigste von allem, verstehen, ja?“
Claudias Körper knickte etwas zur Seite ein und die Augen schlossen sich für einen kurzen Moment, als ob sie zusammenbrechen würde. Doch die Anwältin wusste um was es ging, und deshalb wurde sie weder verrückt noch schlug sie wild um sich.

Der Tag hatte nun endgültig eine unerwartete Wendung genommen.
Ohne es sich richtig bewusst gemacht zu haben rückte ihr Kopf wieder an die alte Stelle zurück und die Lippen beider Frauen berührten sich kurz und unversehens, so dass selbst die Polizistin überrascht zurückwich.
Beide Frauen sahen sich in die Augen. Sie hatten ohne Zweifel bereits Erfahrungen miteinander gesammelt und dennoch war das heute etwas ganz anderes. Diesmal standen eine Heimtücke und eine Bösartigkeit zwischen ihnen, die der Doktorin den Atem raubte.
„Du hast es gehört.“
Claudia schloss nochmals die Augen und öffnete sie wieder.

„Gut so, je eher du das begreifst, je eher werden deine Schmerzen vergehen.“
Sprachs und stand auf. Sie streifte sich mit ihren Händen über den Körper, packte dann ihre Brüste und knetete sie einmal durch. Sie stöhnte dabei kurz auf.

Sie schritt zurück und ließ sich wieder bei der Zarin nieder. Sie zerrte ihren Jeansrock etwas hoch und nahm ihre Schenkel auseinander. Die schwarzen, halterlosen Nylons an den Beinen knisterten dabei und sprühten beinahe Funken, doch das war noch nicht alles. Sie drehte dabei ihren Kopf zur Russin und öffnete ihre Lippen.

„Komm Alte, steck mir deine Zunge hinein. Ich werde mich auch um dich kümmern.“
Eine Sekunde hielt Olga inne. Im Raum wurde es ganz ruhig. Sie dachte nach ob sie der frechen Schlampe eine Lektion erteilen sollte oder ob sie… oder ob sie? Die Antwort kam durch einen von Geilheit erzwungenen Impuls im Gehirn, der ihre Zunge austreten und in den geöffneten Mund der Polizistin stießen ließ.
Sie küssten sich tatsächlich und während sich ihre Zunge kreuzten, begannen sich die Frauen abzutasten, zunächst gebremst, seitens der Zarin etwas beschämt, seitens der Polizistin abwartend, doch mit jeder Sekunde wurden sie furchtloser, hitziger und seitens der Zarin tolldreister und waghalsiger.
Doch die Beamtin spielte ihr seltsames Spiel weiter und sie trennte sich unsanft von der Alten. „Du geiles Luder, “ schleuderte sie ihr entgegen. Ihre Mimik hatte etwas Verhöhnendes, Verspottendes.

Olga ächzte getroffen auf. Was war in dieses Weib gefahren?
Mit eisernen Faust packte sie die Polizistin am Arm und mit blitzenden Augen wollte sie mit der anderen Hand zuschlagen, doch dazu kam es nicht, denn ihre Kontrahentin wusste aus Erfahrung viel zu genau, was sie zu tun hatte.

Sie tauchte geschickt ab und schob ihr Gesicht heftig an das der Alten zurück, ihre Zunge trat dabei weit heraus und stieß ohne zeitlichen Verzug inmitten der weichen Lippen hinein.

Die Zungen fanden sich sofort wieder.
Zusätzlich begab sich die freie Hand der Kriminalistin flink zu der wogenden Ausbuchtung des Strickkleides hin und fasste nach dem ausladenden Busen, der sich ohne Büstenhalter geschützt, sehr weich und angenehm anfühlte.
Die Russin stöhnte auf. Es klang, als ob sie Schmerzen hätte, dabei drückte ihre Faust hart zu und schmerzte am Arm der Polizistin.

Doch diese drängte weiter gegen die beiden weichen Bälle und sie spürte nicht ohne Genugtuung, wie sich innerhalb des Strickkleides etwas versteinerte und an der Handfläche spürbar wurde.

Olgas Zunge rotierte. Sabines Zunge rotierte.
Dann kam, wie es kommen musste und die Beamtin beendete erneut das Spiel. Diesmal stand sie mit einem Ruck auf und entzog sich dem Griff der Zarin, die frustriert das Nachsehen hatte und mit erhitztem Gesicht nach oben sah. Das gehässige Lächeln tat weh, doch es tat noch mehr weh, dass sie wie eine läufige Hündin vor der Schlampe saß und bereit war, sich auszuliefern.
„Wir wollen nicht auf unsere Frau Doktor vergessen, nicht wahr?“

Die Zarin zog kurz eine Schnute und blickte zur Seite. Das Weib nutzte ihre derzeitige Schwäche eiskalt aus – doch eines war gewiss, sie würde ihr das eines Tages heimzahlen.

Sie hörte das verstörende Lachen der Kontrahentin und es war nun an ihr, das weitere Geschehen zu beobachten.
Die Berger zog ihre Kleidung zurecht, überwand die kurze Distanz zur wartenden Anwältin und setzte sich zu ihr.

Der Ausdruck in den Augen, nämlich das Entsetzen auf der Einen und das erzwungene Warten auf der anderen Seite ließ die Polizistin frohlocken. Ihre Augen bekamen beinahe den Glanz einer Geistesgestörten, die nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden konnte.

„Hast auf mich gewartet, ja?“
Ihre linke Hand schob sich dabei an den Armen der Anwältin hoch und sie bekam den Nacken zu fassen. Entschlossen drückten die Finger zu und sie dirigierte damit das Gesicht an ihre Lippen.

Dort vereinigten sich ihre Zungen.
Claudia hatte zuvor die skurrile Show erzwungenermaßen mitverfolgt und war nervös an ihrem Platz hin und her gerutscht. In was wurde sie hier hineingezogen, was würde die nächsten Minuten geschehen?

Ihr Herz begann mit Fortgang des Spiels schneller zu schlagen. Ihr Verstand arbeitete, dann stockte er, dann arbeitete er wieder. Sie geriet in eine Anomalie, auf die man sich nicht hatte vorbereiten können, und dieses Nichtvorbereitetsein quälte sie fast noch mehr als die Wirklichkeit.
Die Zunge der Frau war fordernd und warm. Sie spürte ihre Spitze, ihre Bewegungen und sie spürte vor allem, wie sich ihre eigene Zunge immer mehr dem Spiel anvertraute und mitspielte. Die zuvor schneller gewordenen Herzschläge wurden nochmals beschleunigt. Etwas rollte heran, waren es Gefühle oder eine Stimmung, die sie noch nicht einordnen konnte?

Berger drückte ihre Finger stärker nach und presste das Gesicht ihres Opfers noch dichter an sich heran. Das Spiel intensivierte sich, die Atmung wurde bei beiden Frauen lauter, sie erhitzten, doch das war der Polizistin zu einfach.

Sie wollte heute mehr von der Doktorin, die sich für etwas Besseres hielt und sie mit Blicken bedachte, die sie als abschätzig und herabsetzend empfand. Hier die kluge Generalstaatsanwältin, gefeiert in den Medien, dort die biedere Polizeibeamtin, die sich willfährige Mädchen greifen musste, um nicht völlig zu vereinsamen.
Sie stoppte also auch bei ihr das Spiel und wollte ihre Macht demonstrieren. Unsanft drückte sie den Kopf ihrer Gespielin weg und lachte ihr laut ins Gesicht.

„Du Dreckstück findest das auch noch geil, was?“

Wieder das widerliche Lachen.
Sie stand auf, nahm die Hand der Doktorin und bedeutete ihr, dass sie sich ebenfalls erheben sollte. Ohne weitere Worte zu verlieren ging sie mit ihr die zwei Schritte hin zur Russin, blieb kurz stehen und drückte den Körper schließlich nieder, so dass Claudia neben der Zarin Platz nehmen musste.
„Küss jetzt die Alte“, kläffte sie ihr nach, „bedank dich dafür, dass sie deinen Sohn entführt hat.“
Claudia stöhnte auf. Schwindel packte sie, das Gesicht der Alten tauchte vor ihr auf und sie nahm das süßliche Parfum wahr, das ihr jetzt erst auffiel. Die über jedes Maß nachgezeichneten Augenbrauen schwebten plötzlich drohend vor ihr. Sie hatten etwas an sich, dass sich wie der Habitus einer Kriegsbemalung oder das „Eye Black“ der Footballspieler ausnahm. Auch die grell bemalten Lippen kamen ihr mit einem Mal nicht nur überdimensioniert sondern auch auf merkwürdige Weise gefährlich vor.

Die Alte verzog ihre Lippen und es war nicht klar ob sie lächelte oder ob sie mit den Zähnen fletschte – doch egal was es wahr, für die Staatsanwältin tat sich ein Abgrund auf.

Und dieser Abgrund hatte zwei Seiten. Eine Seite war klar, es war die natürliche Reaktion von Wut und Ekel die sie überkam und die sie mit einer fast schon übernatürlichen Selbstbeherrschung bezwang. Vor Augen hatte sie ihren Sohn, den sie mit der ureigenen Kraft einer Mutter zu beschützen wusste. Doch es gab auch noch eine zweite Seite – und diese Seite hatte eine gänzlich neue Empfindung in ihr ausgelöst.
Hatte sie zwar in letzter Zeit moralische Aussetzer hinnehmen müssen, die sie in ihrer arbeitsreichen Vergangenheit so nicht kannte (und die noch mit der langen Abstinenz von Körperlichkeit erklärbar waren), so wirkten hier die schäbigen Worte der Polizistin nun auf sie wie ein schmerzhafter Stachel, der sich in ihre Haut hineingebohrt hatte und dessen Gift sich in ihrer Seele einpflanzte. Und dieses Gift wiederum tat eigentümlich weh (und konnte wie der Stich einer Biene beschrieben werden) aber es zog auch eine völlig neue Empfindung der Lust nach sich – wie aber war das erklärbar? Denn es war eine sehr eigenartige Lustempfindung die sie erlebte, da sie einerseits so qualvoll brannte wie sie andererseits auch eine widerwärtige Geilheit auslöste.
Die Doktorin verdrehte im Schmerz ihre Augen, ihr Atem raste, und sie musste erleben, wie die wulstigen Lippen der Zarin immer näher kamen bis sie von ihrer Haut in ihrer Wärme und Feuchtigkeit wahrgenommen wurden.

Kurz wurde ihr Körper steif und sie nahm mit ihren beiden Händen eine gewisse Abwehrhaltung ein. Doch das war Makulatur, denn ehe sie es sich versah, drang eine suchende, feuchtkühle Zunge in ihren Mund hinein, die ihren Mund immer weiter auszufüllen begann.
„Schmutzig…,“ das waren die ersten Gedanken.
Sie musste klar denken, nein sie musste sich wehren, nein sie musste…

„Bedanke dich…,“ was für ein grausamer Gedanke. Ein kurzes aufbäumen war die Folge, doch die Zarin packte sie an den Armen und ließ keinen Widerstand zu.

Wieder kam die gefräßige Zunge in ihren Mund.

Wieder wurde ihr Mund ausgefüllt.
Die Fäuste an den Armen bereiteten ihr Schmerzen und ob das nicht genug wäre, hörte sie die noch vor ihnen stehende Berger wie eine Gans gackern. Die Stimme überschlug sich dabei und aus dem gackern wurde ein gehässiges kichern, das kurz danach abbrach.

„Du sollst dich bedanken habe ich gesagt“, ihre Stimme hatte etwas Bedrohliches angenommen und da ihr die Worte nicht genug waren, nahm sie die Doktorin erneut am Nacken und beugte sich zu ihr herab.
Sie drückte solange zu bis sie wusste, dass es der Doktorin schmerzen würde.

„Beweg deine Zunge, bedanke dich bei ihr.“

Claudia röchelte, die Zarin nahm sich kurz zurück, blickte zur Polizistin und lächelte ihr im Einverständnis zu. Dann verschwand ihre Zunge wieder im Mund der Anwältin.

Die Finger schlossen sich aufs Neue zu einer Klammer zusammen. „Bedanke dich, gib ihr deine Zunge…“ die Frau schrie ihr die Worte ins Ohr, sie drückte ihre Finger noch ein Stückchen zu, bis sie endlich eine Bewegung im Rachen wahrnahm und den Griff lockerte.
Tatsächlich kam Bewegung ins Spiel. Die Zunge der Anwältin begann sich zu bewegen und an die Zunge der Zarin anzustoßen. Diese lockerte ebenfalls ihren Griff, nahm ihre Zunge etwas zurück und gab der Frau Gelegenheit sich zu entfalten.

Die Spitzen der beiden Organe trafen aufeinander, sie tanzten, sie waren noch scheue Wesen, die sich erst kennenlernen mussten, doch sie nahmen Fahrt auf.

Die Russin beobachtete die Schönheit und sie sah wie sie unter der Situation litt. Doch gleichzeitig fühlte sie sich jung und beschwingt. Die Planänderung der Polizistin (die sich eigentlich alleine um die Doktorin kümmern wollte) gefiel ihr immer besser. Die subtile Art, wie sie die Frau vor sich her trieb und verletzte, kam ihr entgegen, auch wenn sie diese Form der Spiele beim Sex noch nie in Erwägung gezogen hatte.

Beide Frauen ergingen sich nunmehr in ihren Gefühlen und so war es nicht verwunderlich, dass sie nicht wahrnahmen, dass sich die Polizistin davonstahl und wenig später das Zimmer mit zwei Gerätschaften wieder betrat.
Die Anwältin wusste ohnehin nichts mehr. Ihre Gefühle explodierten und es waren viele tausend spitze Stacheln die sich durch ihren Magen gebohrt hatten und sie malträtierten. Ab dem Zeitpunkt als sich ihre Zunge gegen den feuchten Eindringling bewegt hatte, ab dem Zeitpunkt als sie der Forderung der Polizistin nachgegeben hatte, ab dem Zeitpunkt als ihre innere Barriere durchbrochen worden war, ja, ab diesem Zeitpunkt war sie zu einer Frau geworden, die eine fremdartige Verlockung in die Seele gelassen hatte, von der sie wusste, dass sie zersetzend und selbstzerstörerisch wirken würde.
Als ihr das bewusst wurde, nahm sie sich zurück, blickte auf die Polizistin, die mit den Gerätschaften Platz genommen hatte, blickte auf die Zarin, die sie mit erhitzten Gesicht ansah, sie blickte zu Boden als ob sie etwas verloren hätte, dann spürte sie die Finger an ihrem Kinn, die sie wieder zur Russin zurückholten, sie spürte wie sich automatisch ihr Mund öffnete, wie sich ihre Zunge an dem Pendant der Anderen verkeilte, wie sie keuchten, wie sich ihre Lippen aufeinanderpressten und wie sie begannen, sich gegenseitig anzufassen.
Olgas Hände waren plötzlich an ihren Armen, am Sommerkleid, unter dem Sommerkleid, an ihren Beinen, an ihrem Hals, im Gesicht…
Ihre Hände glitten wiederum über das Strickkleid, über das Gold, über die Warzen ihrer Brüste, die herausstachen und hart gegen ihre Handflächen stachen.
Sie spürte gleichzeitig die Zunge in ihrem Ohr, an ihrem Hals, sie wurde von der Frau an den Oberarmen und an der Schulter zart gebissen, ihre Brüste wurden geknetet, geformt, gewogen und liebkost. Immer wieder aber fanden sich ihre beiden Zungen zusammen und verschmolzen miteinander, sie trafen sich, aber sie trennten sich auch wieder.

Deutlich war der Atem der Anwältin im Zimmer zu hören. Sie keuchte, sie atmete tief ein und stieß die Luft gepresst wieder heraus. Ihre Lippen zitterten, ihre Hände zitterten, sie wurde immer tiefer in die unheilvolle Welt der Polizistin hineingezogen, bis sie plötzlich deren kalte Finger an ihren Oberarm fühlte und sie von der Zarin weggezerrt wurde.
„Steh auf“, hörte sie und es fühlte sich auf beängstigende Weise unerquicklich an, dass sie in ihrem Tun unterbrochen wurde. Trotzdem gab sie dem Befehl nach und wie unter Trance stehend richtete sie sich auf.
Berger grinste so dümmlich, als ob sie ein kleines Schulkind wäre. Sie hatte eines der Geräte in der Hand, hockte sich auch sofort vor die Anwältin hin und schnallte ihr über das Kleid und um das Becken mit großem Geschick einen sogenannten Umschnalldildo um. „Du wirst ja wissen was das ist“, raunte sie ihr zu.
Claudia sah an sich herab und erschrak, denn nicht nur sie sondern auch die Berger hatte so ein Teil umgeschnallt. Zwei schwarze Penisse ragten von den beiden Frauen weg, wobei nachgestellte, dicke Adern durch das Material gezogen waren und lang geschwungene Eicheln am Ende der Schäfte den Abschluss gaben.

„Setz dich wieder auf deinen Platz.“
Die Anwältin, hin und hergerissen von ihren Empfindungen überwand die Distanz und setzte sich nieder. Ihre Augen waren weit aufgerissen. Das Gummiteil, das leicht nachfedernd an ihrem Schoß festklebte, war obszön und sah überraschend naturgetreu aus. Da sie noch immer den Geschmack der Russin im Mund verspürte, war sie dazu veranlasst zu den Beiden aufzublicken. Was sie sah war einfach nur schmutzig.
Die Russin hatte sich zur noch immer aufrecht dastehenden Polizistin gebeugt und lutschte begierig am Gummipenis, der sich nun vom Speichel glänzend präsentierte und noch anstößiger aussah.

Doch das war noch nicht alles, denn der Penis wurde in diesem Moment durch ein ausladendes Kreisen des Beckens in Bewegung gesetzt, so dass die Russin dem Schwanz hinterher folgen musste, was eindeutig dazu dienen sollte, die Frau zur Schau zu stellen.
Berger hatte ihren Spaß, ihre Augen glänzten und sie sah triumphierend zu der Anwältin rüber. „Siehst du das. Siehst du wie ich mit Frauen wie der da umspringe?“

Dann entzog sie der Russin den Schwanz und sie trat provozierend zur Anwältin hin. Beide funkelten sich an.

„Lutsch ihn!“
„Miststück“, entkam es der Anwältin leise. Sie ächzte auf und wie geheißen näherte sie sich dem Penis, der immer größer und anziehender auf sie wirkte. Der Penis entzog sich knapp davor, nachdem die Polizistin ein kleines Stück nach hinten gewichen war. Doch das bekam die Doktorin nicht richtig mit, ihre Augen waren auf das glänzenden, schöne Teil gerichtet, und so rutschte sie vom Sofa ab, kniete sich vor der Eichel hin und nahm ihn schließlich auf.

Langsam lutschte sie an das überraschend weiche Teil entlang, kam genüsslich wieder zurück, nur um erneut gut die Hälfte davon einzusaugen.

„Das gefällt der Schlampe“, kommentierte die Trägerin des Schwanzes und bewegte ihre Hüfte sanft vor und zurück.

Die Doktorin stöhnte leise auf, sie lutschte langsam und mit einer gewissen Inbrunst, ihre Augen waren geschlossen und es war ihr anzusehen, dass sie genoss was sie tat.
***
Der kleine Raum in dem sich die beiden jungen Männer aufhielten war etwas stickig und fensterlos.

Dimitri starrte durch das kleine Loch in der Wand und wirkte aufgekratzt. „Deine Mutter eine schöne Wildkatze“.

Er grinste dabei anerkennend. Dabei kratzte er sich am Hinterkopf und sein Kopf nickte, als ob er sich selbst bestätigen wollte.

„Dabei ich noch immer nicht wirklich verstehen, warum du deiner Mutter das antust, ich niemals können.“
Er löste sich vom Guckloch, ließ den kleinen Spiegel aber in der Schräglage hängen und setzte sich zu Sebastian, der im Gedanken versunken auf der kleinen Bank saß.

„Das kannst du nicht verstehen. Meine Mutter hat meinen Vater zur Hölle geschickt. Und vor ein paar Monaten ist er an einer Überdosis krepiert, verstehst du?“
Sein Kumpel nickte. „Da, da, das ich wissen. Aber dein Vater ist doch selbst schuld, warum er nimmt das Zeug. Gut für Geschäft, aber nicht so, du verstehen?“
„Nein, ich nicht verstehen“, Sebastian stand auf. „Du hast Eltern, ich hatte nicht mal eine richtige Mutter. Immer die Karriere, nie war sie da, und meinen Vater hat sie auch auf dem Gewissen.“
„Wie auch immer. Das rechtfertigt nicht was du jetzt tust. Aber ich dich respektieren, wir gutes Team für diese Sache.“

„Wie lange dauert das eigentlich noch? Ich will wieder heim.“

„Keine Ahnung, ма́ма manchmal übertreiben.“
Sebastian seufzte, trank die Flasche Bier leer und lümmelte sich wieder auf die Bank. „Wenn ich wieder zuhause bin, wie wirst du weiter vorgehen?“

„Das überlassen mir. Ich der Verweser, der Boss, vergessen?“

„Nein, nein, schon gut, jedenfalls freue ich mich auf mein neues Leben.“

„Geduld mein Lieber. Machen keinen Fehler, OK?“

„OK, Mann“, Sebastian winkte ab. Ohne besonderen Enthusiasmus entnahm er vom Stoß der Comic-Hefte ein Exemplar und vertiefte sich darin.

Sein neuer Freund ging leise hinaus, aß eine Kleinigkeit und kam nach ein paar Minuten wieder zurück.
Sebastian hatte sich inzwischen ein weiteres Heft vorgenommen und wirkte entspannt. Im Nebenraum drangen leise Geräusche zu Ihnen herüber und waren durch die Wand gedämpft und schwach zu hören.

„Mal sehen, was Weiber treiben“, sagte der Verweser und trat wieder an das kleine Loch hin, das ihm einen ganz guten Überblick über das anliegende Zimmer gab.
Zu sehen bekam er seine Mutter, die sich auf den Penis von Sebastians Mutter gesetzt hatte und dabei etwas nach vorn übergebeugt, dahockte. Hinter ihr hatte die Berger Stellung bezogen und drang mit ihrem Penis immer wieder in den After der Russin hinein.

Die Geräusche kamen von seiner Mutter, die ihre Lust lauthals hinaus posaunte.
Der junge Mann nahm seinen Blick vom Loch weg. Manches sollten die Kinder von ihren Eltern einfach nicht sehen. Mit leicht irritierter Miene setzte er sich neben Sebastian hin und vertiefte sich ebenfalls in eines der Hefte.
***
Sebastian saß am Beifahrersitz des Audis 200 seiner Mutter und erzählte ihr Märchen, die sie mit leicht angespannter Miene und mit leichten Kopfnicken quittierte. Er faselte etwas davon wie sehr er gelitten hatte, wie sehr ihm alles leidtat und wie froh er war, dass sie ihm aus dem dunklen Loch befreit hatte.
Seine Mutter wirkte trotz des Gesichtsausdrucks auf ihn relativ gelöst, beinahe heiter wie er fand, und es war für ihn nicht recht verständlich, warum sie – neben seiner Freilassung selbstverständlich – gar so gut gelaunt war.
Als sie aber in ihrem Büro eingelangt waren, als er sah, was sich darin alles abspielte, dass seine Mutter abgehört worden war und das sie das Haus verwanzt hatten, da war alles zu Ende.

Seine Mutter sah ihn mit traurigem Blick an, doch sie sagte kein Wort. Leute trafen ein, besprachen sich mit ihr, und gingen wieder. Nachrichten kamen im Minutentakt über die Computer oder über die Handys. Er bekam mit, wie Olga Todorov wieder ins Gefängnis abgeführt wurde, er sah kurz Sabine Berger, die in Handschellen in ein anderes Zimmer geführt wurde und er musste mitansehen, wie sein ganzer Plan den Bach hinunter gespült wurde.
Nach einer endlosen Zeit kam schließlich Claudia zurück, erklärte ihm, dass sie nun alles wusste und das sie ihm wohl nicht so rasch verzeihen würde können.

Dennoch war er ihr Sohn, und so würde sie ihm beistehen, so gut sie konnte. Für Sebastian brach eine Welt zusammen.
Zu guter Letzt kam ein Beamter in Zivil herein, den er noch nie gesehen hatte.

„Sie sind Paul Beck?“

„Ja, Frau Doktor.“

„Sie werden sich um ihn kümmern, ja?“

„Natürlich.“

„Sie berichten nur an mich, verstehen Sie, nur an mich persönlich, das ist wichtig.“

„Wie besprochen“, Beck nickte zustimmend und schloss eine Handschelle um das Handgelenk ihres Sohnes. Die andere Schelle nahm er in seine Hand.

„Komm hoch Junge, wir werden eine Autofahrt unternehmen.“
***
Drei Wochen später war die Angelegenheit in trockene Tücher gewickelt und die Erhebungen der Polizei so vielversprechend, dass ein fähiger Kollege von Dr. Streit Anklage mit guten Aussichten würde erheben können.

Das alles aber durfte nicht darüber hinweg täuschen, dass die Staatsanwältin eine sehr schwere Zeit hinter sich zu bringen hatte, da die unglaubliche Niedertracht ihres Sohnes nicht so einfach zu verwinden war. Noch immer brach sie unvermittelt in Tränen aus, noch immer war eine Fassungslosigkeit und eine schreckliche Leere da, die sie schlichtweg zu ersticken drohte.
Was blieb war ihre Arbeit und sie nahm sich um die Dinge an. Sie organisierte, sie führte ihre Mitarbeiter und sie ließ sich so gut es ging nichts anmerken.

Ein etwaiger Urlaub kam ihr in den Sinn, verwarf den Gedanken aber sofort wieder, da sie der russischen Familie noch Antworten zu geben hatte. Denn wenn eines eine Genugtuung war, so dann wenigstens das, dass sie die Familie hinter Schloss und Riegel bringen würde.
Neben all diesen Dingen, die ihr kaum Zeit für etwas anderes ließen, blieb dennoch der schale Geschmack an ihren Eskapaden zurück. Beruflich hätte ihr dies enorm schaden können, wäre da nicht Paul Beck gewesen – ein umsichtiger Polizeioffizier – der diskret und mit Fingerspitzengefühl Fotos und dergleichen vernichtet hatte (auf eine eher inoffiziellen Weise, versteht sich). Zurück blieb also nur der Geschmack daran, der wie gesagt beruflich schädlich, privat aber eine eher süßliche Erinnerung wachrief.
Und so vergingen die Tage, anstrengend, von Bitterkeit und Mutterreue geplagt, mit Selbstvorwürfen als Mutter versagt zu haben, mit Wochenenden, an denen man alleine damit fertigzuwerden versuchte, mit Freunden, die einen nicht trösten konnten und schließlich mit dem Versuch, alles hinter sich zu lassen und einen gewissen Neuanfang zu wagen, um dem Irrsinn zu entkommen.

Sie hatte sämtliche Unterlagen an den Mitarbeiter übergeben und sich an die Tatsache gewöhnt, dass sie Sebastian so schnell nicht mehr wieder sehen würde.
Beck, den sie tatsächlich viel zu verdanken hatte, war ihr über die Zeit beinahe ein Freund geworden. Der Erste Kriminalhauptkommissar, ein eher schmächtiger, 50 Jahre alter Beamte, war ein hervorragender Zuhörer und hatte sich mit viel Umsicht um sie gekümmert. Daneben hatte sie auch seine Frau Karin kennengelernt, die sich als bemerkenswerte Frau und Sozialarbeiterin entpuppte und die sich nun um ihren Sohn kümmerte (was sie geschickt über ihr Amt eingefädelt hatte).
Sie stellte damit sicher, dass sie immer mit Informationen versorgt wurde und sich indirekt und passiv weiter um ihn sorgen konnte. Auch wenn er das nicht verdient hatte, so hätte sie sich alles andere nie verzeihen können.
Der Sommer neigte sich unterdessen dem Ende entgegen und die Staatsanwältin saß mit der Sozialarbeiterin wieder einmal zusammen. Sie hatten sich in einem Innenstadtlokal getroffen und Karin berichtete über den Zustand von Sebastian, von seinen Fortschritten in Sachen Studium und seiner Reue, deren Echtheit noch nicht so ganz klar war.

Natürlich war der erfahrenen Sozialpädagogin der Zustand ihrer Gesprächspartnerin nicht entgangen. Sie wusste von ihrem Mann zu nur gut, was sie durchgemacht hatte und es tat ihr leid, dass diese sympathische Frau so sehr litt und nicht darüber hinweg kam.

Sie hatten sich durch die Gespräche angefreundet und es war bereits mehr als eine bloße Zweckgemeinschaft entstanden. Sie sprachen mittlerweile nicht mehr ausschließlich über das Schutzprogramm von Sebastian, sie tauschten sich auch immer öfter über allgemeines und vermehrt auch über privates aus.
Karin spürte, dass die erfolgsverwöhnte Staatsanwältin einer Freundin bedurfte, der sie vertrauen konnte und der sie ihr Herz ausschütten konnte.

Und es war eine Frage der Zeit, bis sich die Anwältin zu öffnen begann und Karin als mehr ansah, als eine Beamtin, die ihren Job tat. Das gleiche aber galt auch für sie selbst, denn auch sie fasste zutrauen zu der neuen Freundin, und auch sie verspürte das Bedürfnis sich ihr gleichermaßen zu öffnen und sich ihr anzuvertrauen.
Es war daher nur natürlich, dass sich die beiden Frauen zunächst über Sebastian unterhielten, sich danach aber wie selbstverständlich anderen Dingen zuwandten. Karin nahm wahr, dass es Claudia heute durchaus besser ging. Klar hatte sie die Vergangenheit noch nicht verdaut, doch es war in diesen Tagen eine deutliche Verbesserung auszumachen.
Becks Ehefrau lächelte.

War heute der Tag gekommen?

Würde es heute möglich sein, ihrer neuen Freundin von ihrem Geheimnis zu erzählen und sie in Dinge einzuweihen, die, wie sie zu glauben wusste, auch sie ansprechen würden?

Von ihrem Mann wusste sie von den Fotos, von den irritierenden Eskapaden, die nicht zu einer Generalstaatsanwältin zu passen schienen. Doch Karin wusste aus eigener Erfahrung, dass diese Klischees nur Fassade waren und mit Realitäten oft gar nichts gemein hatten.
Sie sehnte sich danach, mit jemanden ihre eigenen Erfahrungen austauschen zu können. Vielleicht sehnte sie sich sogar, mit jemanden gewisse Dinge teilen zu können, gemeinsame Anlagen ausleben und in einer Schicksalsgemeinschaft die Gesinnung vertiefen zu können.

Doch das waren bloß Annahmen und Gedanken die zutreffen oder aber in die Hose gehen konnten.

Karin aber spürte in ihrer neuen Freundin eine Art Seelenverwandtschaft. Sie spürte nicht erst seit sie die Fotos gesehen hatte (bevor sie ihr Mann endgültig vernichtet hatte), dass sie etwas mit dieser Frau verband, dass sich zu erkunden lohnen müsste.

Es war ein langsamer Prozess, ehe sie beschloss, sich der Freundin damit zu nähern und sie behutsam damit zu konfrontieren. Jederzeit würde sie abbrechen können, sie wollte nichts gefährden und das neue Band einer Freundschaft war weit wichtiger als die Okkasionen einer Ehefrau, die sich neuen Dimensionen öffnen wollte.
Sie sprachen und lachten miteinander. Beide fühlten sich in der jeweiligen Gesellschaft wohl und für Karin kam der Moment, wo sie sich einen Ruck gab und damit begann, von sich und ihrem Mann zu erzählen.
Vorsichtig baute sie die Historie auf, sie erzählte von den Schwierigkeiten, von den Liebhabern und schließlich von dem Einvernehmen mit ihrem Mann (siehe Dark Angel – „Karin – eine Ehefrau entwickelt sich“).

Es waren ehrliche Worte, Worte, die ihr umso flüssiger von den Lippen kamen, je mehr sie das Gefühl hatte, dass sich Claudia nicht nur interessierte sondern auch aufrechte und ungekünstelte Empfindungen zeigte. Die Doktorin fragte an den richtigen Stellen nach, sie ließ der Erzählerin mithilfe ihres unverfälschten Gesichtsausdrucks die eigenen Wahrnehmungen und Gedankengänge mitverfolgen, sie strahlte Mitgefühl aber auch eine gewisse Hingabe aus, so dass sich Karin am Ende völlig mit ihrer Geschichte ausgekotzt hatte.

Als sie fertig war konnte sie es selbst kaum fassen, was sie getan hatte. Fast hatte sie das Gefühl, in einem Beichtstuhl vor einem Pfarrer zu sitzen und das endgültige Urteil abzuwarten. Die Frauen sahen sich an und Karin wurde klar, dass sie sich in dieser Person nicht getäuscht hatte.
Der Glanz in den Augen konnte nicht lügen.

Ihre Freundin verstand.
„Interessante Geschichte, Karin“, brach sie das kurze Schweigen.

Karin nestelte etwas nervös an ihrem Ohrring und versuchte die nächsten Worte mit Bedacht zu wählen. „Es fiel mir nicht leicht, dies hier und jetzt… vor allem mit deinen eigenen Problemen…“

„Ich freue mich, dass du es getan hast. Sieh mal, wir sind doch ganz gute Freundinnen geworden, trotz der Umstände, und für mich ist es eine wirkliche Ehre dein Vertrauen gewonnen zu haben.“

Beide lächelten.
„Auch wenn es eine sehr… ja sagen wir ungewöhnliche Geschichte ist.“

Karin entdeckte etwas in ihren Augen, was sie für bemerkenswert empfand. Neugier? Gefallen?
Noch immer nestelte sie unruhig an ihrem Ohrring herum. „Und? Was sagst du zu alldem?“

Der leichte Anflug eines Lächelns auf diese Frage wirkte bei der Anwältin ungewöhnlich schüchtern oder aber fast erschrocken. Es war schwer zu unterscheiden, jedenfalls war es keine typische Reaktion auf eine Frage, die einem in gewisser Weise gleichgültig sein konnte.

Für die Fragende kam damit die Antwort eine größere Bedeutung zu. Was ging in der Anwältin vor?

„Wie ich schon sagte“, stammelte sie, „interessant, ja ich würde sagen, ich weiß nicht, richtig aufregend.“

„Wirklich?“ entfuhr es Karin erleichtert. Ihre Augen strahlten wie Diamanten in der Sonne.

„Ja, natürlich“, entkam es nun auch der Doktorin, die selbst nicht wusste, wie sie richtig darauf reagieren sollte. Sollte sie sich selbst aus der Deckung wagen? War es nicht naheliegend, auch ihre eigenen Geheimnisse preiszugeben.
Noch haderte sie.

Sie war Anwältin. Mit dem Vertrauen anderen Menschen gegenüber war es bei ihr nicht weit her – das hatte sie in ihrem Beruf gelernt. Doch dieses Ehepaar war anders, dass hatte sie schon bei Karins Mann bemerkt.

Wenn jemand diese Geschichte offenbarte, ja dann hatte man doch selbst auch nichts mehr zu verlieren, oder nicht? Sie spürte, dass es das war. Das konnte sie akzeptieren.
„Dein Mut gefällt mir“, flüsterte sie leise. Es waren zwar keine weiteren Gäste in ihrer Umgebung, doch zu mehr war sie nicht imstande.

„Deine Courage in dieser Halle finde ich bewundernswert, einmalig, ja“, plauderte sie darauf los, „ja es ist richtig avantgardistisch, für uns Frauen eine Befreiung, eine Offenbarung…“ die letzten Worte verschluckte sie und sie nahm sich zurück.

Grundsätzlich war es nicht ihre Art derart los zu plappern und ihre Begeisterung so unverblümt zu zeigen. Ihr Gesicht zeigte Angst, zu weit gegangen zu sein.
Karin reagierte richtig. Sie verstand richtig und sie interpretierte richtig.

„Wir sind Frauen im Geiste, ist das nicht wunderschön und überwältigend?“ Becks Ehefrau geriet aus dem Häuschen. „Haben wir uns nicht deshalb auf Anhieb so gut verstanden?“

Ihr Gegenüber nickte, und sie meinte das auch ernst, aber für sie wurde das Gespräch wie zu einer Falle, in die sie hineingetappt war. Hatte sie sich übernommen?

Ihr Gesicht dürfte das ausgedrückt haben, es schien so etwas wie Angst darin gestanden zu haben, denn ihre Partnerin im Geiste dämpfte ihren Enthusiasmus und versuchte sich deutlich zurück zu nehmen.
„Entschuldige bitte. Ich überfahre dich, du hast jetzt andere Sorgen und ich überfalle dich mit meinen Geschichten und mit meinen Angelegenheiten. Lass uns die Sache wegschieben und lass uns einfach…“

„Nein, bitte“, erwiderte Claudia. „Ich bin richtig froh dass du es mir gesagt hast. Und meine Erwiderung darauf ist… ja sie ist tatsächlich so wie ich es gesagt habe. Auch ich hatte ja meine Entgleisungen, meine Aufbrüche in Welten, die eigentlich verschlossen sind und die sich ehrbare Menschen nicht erlauben dürfen. Was ist richtig, was ist falsch, wer weiß das schon so genau? Aber bin ich deshalb so stark wie du? Ich weiß es nicht.“
Die Stille zwischen den Beiden hielt für einige Zeit an, ehe sich die Sozialarbeiterin besann und leise zu lachen begann.

Claudia sah sie verwundert an und wusste nicht recht was passierte, doch das Lachen war zu ansteckend und so mussten sie auf einmal beide wie kleine Kinder kichern.

„Da haben sich ja zwei gefunden“, fand Karin.

„Ja“, bestätigte die Staatsanwältin, „wir haben uns tatsächlich gefunden.“
***
Zwei Wochen später saß die Staatsanwältin in ihrem Büro und erledigte ihre Arbeit, als sich Karin telefonisch meldete.

„Hallo Claudia, wie geht es dir.“

„Das ist eine Überraschung. Vielen Dank, sehr gut und dir?“

„Perfekt danke. Ich habe heute Ausgang. Paul hat mir nach langem hin und her endlich gestattet, dass ich mich wieder in der Halle vergnügen gehen darf.“

Nach einer ganz kurzen Pause: „Verstehe, du kleines Luder gehst dich amüsieren und ich darf arbeiten.“

„Tja so ist das Leben. Aber warte mal, komm doch einfach mit? Das ist überhaupt die Idee des Tages. Komm doch mit, was hältst du davon?“
Nach einer nicht mehr ganz so kurzen Pause: „Spinnst du. Das ist dein Ding.“

„Blödsinn und das weißt du auch. Ich sage nur eines. Du überlegst es dir und du rufst mich an. Outfit: Supersexy.“
„Warum hast du mich überhaupt angerufen?“

„Ach ja, entschuldige bitte. Ich schicke dir gleich ein paar Formulare durch. Bitte prüfe das, die Behörde braucht deine Unterschriften darauf.“

„Klar mache ich.“

„Dann bis heute Abend. Du meldest dich, ja?“

„Schon gut, mach dir keine Hoffnungen. Bis bald.“

„Ja, bis bald.“
Gegen zehn Uhr abends fuhr ein kleiner, froschgrüner Mazda in Richtung einer gewissen Halle, wo heute bestimmte Vorstellungen gegeben wurden. Becks Ehefrau saß am Steuer und lenkte das Auto sicher und vorsichtig durch die Straßen. Neben ihr, mit einem Ausdruck aus Sorge und Anspannung im Gesicht, ihre Freundin, die Staatsanwältin.

„Ich freue mich so sehr, dass du gekommen bist.“

Claudia lächelte leicht gequält. „Und du bist dir ganz sicher, dass uns so niemand erkennen kann.“

„Was glaubst du denn, auch ich bin vorsichtiger geworden. Glaub mir, die sind dort sowieso auf absolute Diskretion ausgerichtet. Und wenn wir auch noch maskiert kommen, dann ist die Sache sicher. Du weißt dass die Idee von Paul kommt. Du kannst also beruhigt sein.“

„Naja, wir werden ja sehen. Ich kann es nicht glauben, dass du mich überredet hast.“

Beide lächelten.

„Hat Paul sonst noch was gesagt?“

Karin sah kurz zu ihrer Beifahrerin hinüber. „Was meinst du?“

„Na das ich mitkomme.“

Karin grinste. „Er war nicht begeistert. Aber er wird über uns wachen, dass darfst du mir glauben.“

„Aber er wird nicht dabei sein“, die Doktorin wurde wieder unruhig. Das wäre ihr nicht so recht.

„Entspann dich. Du sollst nur daran denken, dass wir den bestmöglichen Schutz genießen. War ja auch deine Bedingung überhaupt mitzukommen, oder nicht?“

Die Anwältin nickte. „Ich habe ja gesagt, und dabei bleibt es. Reden wir nicht mehr davon. Ich bin so aufgeregt. Was werden wir alles zu sehen bekommen?“

„Soweit ich weiß werden drei Vorführungen stattfinden. Genaueres konnte ich nicht erfahren, aber es wird auf jeden Fall gepfeffert sein. Also sei nur ja nicht prüde.“
Sie kamen am Tor an, ein großer Geldschein wechselte den Besitzer und sie wurden hineingelassen.

Der Mazda fuhr bis zu den anderen Autos vor und wurde eingeparkt.

„Komm, wir sind spät dran.“

Die beiden Frauen stiegen aus, sie achteten darauf, dass die weißen Halbmasken (die den oberen Teil des Gesichts bedeckten und den Mund aussparten) korrekt saßen und schlenderten langsam und gespannt zu der Menschenmaße, die sich um eine kleine, kreisförmige Bühne geschart hatten und hinaufstarrten.

Die erste Vorstellung ging dem Ende zu. Wie sie aus den beiden Handzetteln, die ihnen von einem aus der Dunkelheit herausgetretenen Mann übergeben wurden erfuhren, handelte es sich um eine Demonstration der absoluten Disposition, wie sie es nannten.

Eine Frau war an ein Andreaskreuz gebunden worden und sollte mit den Mitteln der eigenen Veranlagung derart sexuell entflammt werden, dass sie am Ende als eine einzige, seelische Wunde zurückbleiben sollte, die sich von allen anderen, sonstigen Gedanken befreit hatte. Dieser Zustand durfte von den Zuschauern begutachtet und bestaunt werden, man konnte die Bühne betreten und sich die Sache aus der Nähe ansehen.
Die beiden Damen schritten durch die Menge und sahen noch den letzten Akt, in welcher ein kleiner, dicklicher Mann die Frau am Andreaskreuz mit einer Martinet abwechselnd auf Innenschenkel, Bauch und blanken Busen schlug. Die jeweiligen Klatschgeräusche (ertönend immer dann, wenn die dünnen Lederriemen auf die Haut auftrafen) wurden von der Menge mit einem satten, freudigen raunen begleitet.

Die Frau schrie ihre Qual hinaus. Sie hing dabei schwitzend in den Lederarmbändern, wobei reichlich Speichel aus dem Mund austrat und das Kinn derart vollnässte, dass ein Gutteil davon wiederum auf ihren Oberkörper abtropfte.

Die weiße Bluse war ihr gänzlich aufgeknöpft worden, wobei die offenen Seitenteile mit jedem Schlag hin und her flogen. Der biedere Büstenhalter, ein altmodisches Relikt, war vom Busen abgezogen und unterhalb des Busens eingeklemmt worden, damit das üppige Fleisch steil nach vorne in das Freie treten konnte. Der dünne Rock hingegen war einfach nur hochgeschoben worden, so dass der Bauch gerade noch freiblieb, das Höschen aber gänzlich sichtbar geworden war.

Sie mochte vielleicht um die vierzig Jahre alt sein, durchaus hübsch, die Figur etwas an den Hüften problembehaftet, das Haar lang aber vom Schweiß feucht und klamm geworden. Ihre eigentlich bleiche Haut hatte an den Stellen, wo sie immer und immer wieder geschlagen wurde, eine Mischung aus roten bzw. weißen Strichen und dazwischen eine bläuliche Farbe angenommen. Ihre Augen waren halboffen, der Blick stark getrübt und in die Ferne starrend. Ihr Kosmos bestand jetzt nur mehr aus den Pausen, bei der ihr Peiniger ausholte, und aus dem Schmerz, der unbeirrt und unentwegt eintraf und sie aufstöhnen ließ.
Als Claudia und Karin endlich einen günstigen Platz gefunden hatten und sie wie die anderen hinaufstarrten, legte der Mann das Folterinstrument weg. Er trat zur Frau hin, prüfte durch das hinunterziehen des Unterlids den Zustand und die Gesundheit, glitt mit der flachen Hand am geschundenen Fleisch entlang und lächelte vor sich hin.

Danach wandte er sich an die Menge, streckte seine Arme wie ein gefeierter Held aus und rief: „Wollt ihr das ich sie endgültig zum Tier mache?“
Die Menge hob unisono die Arme empor und sie gaben ihre Zustimmung mit lauten Ja-Rufen zum Ausdruck.
Der Held ließ sich einige Sekunden feiern, er nickte wie ein Wrestler, der gerade gewonnen hatte und er begab sich provozierend langsam wieder zu seinem kleinen Tischen hin, dass neben dem Kreuz stand und einige weitere Utensilien bereit hielt.

Ohne nachzudenken wählte er sein letztes, sein abscheulichstes Werkzeug aus. Er hielt es wie im Triumpf hoch und als es sein Opfer sah, wurde es aus der Lethargie herausgerissen. Es schrie auf, es verfolgte das Gerät mit den Augen mit und begann mit einer sehr heftigen Atmung, die den Busen mit jedem der Atemzüge hochhob oder niedersinken ließ.

Dann stand der Mann vor ihr. Er sah auf ihren Körper wie ein Metzger, für den das Fleisch nichts mehr anderes war als ein Objekt, das es zu bearbeiten galt. Die Frau hatte ihren Blick nicht von dem Gerät genommen und es hypnotisiert verfolgt, dabei keuchte sie, sie atmete so schwer ein und aus, dass man Angst haben musste, dass sie kollabierte.

Aber dann bewegte sich der Metzger.

Der Hieb mit dem langen Rohrstock, der wenig elastisch auf die Innenschenkel auftraf, war bestialisch. Das Opfer brüllte nicht mehr, denn der Hieb war zu unbegreiflich. Ihr Kopf flog zur Seite und die Zähne bissen aufeinander, sie mahlten, sie knirschten, und als der grausame Schmerz nachließ atmete sie so heftig weiter wie zuvor.

Doch der nächste Schlag kam ohne Verzögerung hinterher.

Diesmal traf er ihre Brüste.

Wieder flog der Kopf zur Seite, diesmal aber atmete sie weiter, ihre Augen wurden nicht getrübt sondern sie bekamen einen abnormen Glanz, den manche der Zuschauer noch niemals gesehen hatten.
Auch ihr Zuchtmeister hatte diesen Glanz bemerkt und es war nun an ihm, innezuhalten, seine Augenprobe von vorhin durchzuführen und vor das Publikum zu treten und seine Arbeit für abgeschlossen zu erklären.

„Voilà, Ladies and Gentlemen, vor ihnen befindet sich eine Frau in absoluter Ekstase, in einer vollständigen, perfekten Erregung, erreicht und hergestellt von Friis, Eurem Guru und Lehrmeister, den ihr nunmehr umjubeln dürft.“
Die etwas merkwürdige Aussprache und das Gehabe des Mannes war bizarr. Er blickte in die Menge, genoss seinen „Ruhm“ und kostete die Bravo-Rufe seines Publikums aus.
Gleichzeitig durften die Zuschauer, wer Lust dazu hatte, die beiden Treppen hochsteigen und die Holzbühne betreten. Die Neugierigen traten vorsichtig an die Frau heran und betrachteten sie sorgfältig. Wären Rassehunde oder edle Pferde anzugaffen gewesen, so hätte es bestimmt kaum anders ausgesehen.

Die Staatsanwältin verspürte daraufhin einen kleinen Stoß am Oberarm und hörte ihre Freundin flüstern: „Komm, das sehen wir uns auch an.“

Sagte es und war auch schon unterwegs.

Claudia, die nicht alleine bleiben wollte, folgte ihr mit eher gemischten Gefühlen, doch sie war nun mal hier und so stellte sie sich hinter den letzten Gaffern an, bevor auch sie plötzlich vor der Frau stand und sie betrachten konnte.

Die Augen hatten den Glanz von vorhin nicht verloren. Etwas Unwirkliches und Ausdruckstarkes lag darin. Dazu beobachtete sie, wie sich die geschundenen Brüste wollüstig hoben und senkten, wie die erigierten und zu Stein gewordenen Brustwarzen spitz nach vorne zeigten und die beschleunigte Atmung unterstrichen. Die Hüfte bewegte sich darüber hinaus sanft im Kreis, der Schweiß glänzte am Körper und gab der gezüchtigten Haut das Aussehen, als ob es gerade eingefettet worden war.
Der keuchende und manchmal japsende Atem, der dieses Wesen nicht zur Ruhe kommen ließ, war für die Anwältin nicht nur überdeutlich zu hören, er erzeugte bei ihr auch ein seltsames Gefühl. Denn dieses Geräusch kam aus einem unfassbar lüsternen Mund, aus dem Mund einer Frau, die soeben noch vor ihren Augen gezüchtigt und gedemütigt wurde. Was sie nicht verstand war der Umstand, dass die Schmerzen eine gegenteilige Wirkung auszuüben schien, als sie sich das vorstellen konnte. Wenn sie sich mal wo anstieß, dann tat das weh und es kam ihr nicht in den Sinn, daraus Wonne oder Lust erzielen zu können.

Warum also nahm das Wesen derartige Schläge freiwillig in Empfang und beantwortete sie mit diesem lüsternen Mund, der keuchte und die Wollust geradezu ausspie? Diese und ähnliche Fragen zogen Claudia in ihren Bann und ob sie in diesem Augenblick wirklich bewusst handelte, konnte sie später nicht mehr sagen, doch sie führte ihre Fingerkuppen über die feuchten Wangen, sie nahm die Wärme auf und sie fühlte das Verderbte, dass sie durch die Berührung zu spüren glaubte.
Die Frau ächzte bei der Berührung auf, sie sah die fremde Dame an und sie blickten sich direkt in die Augen. Die Pupillen des Wesens weiteten sich und sie hauchte etwas Merkwürdiges: „Du bist nicht allein…“

Dann wurde Claudia von einer hinter ihr stehenden Person weitergeschoben und von dem Wesen getrennt. Sie ging gedankenverloren den Kreis zu Ende, nahm die Treppen und gesellte sich wieder zu ihrer Freundin, die sie bereits ungeduldig erwartete.




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